Niederländischer Staatsangehöriger und Rheder Jung: Altrhedes neuer Schützenkönig Karl-Heinz Gierkink ist beides.
30 Jahre war es sein Traum, einmal die Johannes-Schützen zu regieren, gestern machte er ihn endlich wahr. VON EVA DAHLMANN
RHEDE „Yellow Submarine" spielte das Blasorchester Rhede extra für den neuen König. Warum? Karl-Heinz Gierkink
ist in Rhede geboren, aber trotzdem niederländischer Staatsbürger. Da passte der Beatles-Song vom gelben U-Boot so gut.
Mit dem 475. Schuss holte der 55-jährige Installateur gestern den Vogel von der Stange. „Ich habe mich gefreut, aber gerechnet habe
ich nicht damit", sagt der König, der seit vielen Jahren-im Vorstand des St.-Johannes-Schützenvereins aktiv ist und das Amt des
Oberfähnrichs bekleidet.
Insgesamt nur vier Bewerber hatten sich vorgenommen den Vogel von der Stange zu holen. Dass Gierkink dabei war „hat sich so ergeben", sagt der 55-Jährige. „Es war diesmal relativ wenig Beteiligung, da habe ich gesagt, ich schieß auch mit."
Obwohl es immer sein Traum gewesen war, mal die Altrheder Schützen zu regieren, war es in diesem Jahr Gierkinks erster ernsthafter Versuch, König zu werden. Und er machte seinen Traum wahr. „Geredet habe wir darüber schon seit 30 Jahren", sagt Ulrike Hendrischk, die der frischgebackene König zu seiner Königin machte. „Irgendwann hatten wir das mal vor", ergänzt Gierkink. „Aber damals waren die Kinder klein..." Abgesprochen, wer wessen Königin wird, hatten die eng befreundeten Paare, die nun den Altrheder Thron bilden, aber ebenfalls schon vor 30 Jahren. Jetzt sind die Kinder groß und freuen sich mit ihren Eltern.
Diese stellten sich gestern nicht nur auf eine tolle Ballnacht, sondern auf eine ereignisreiche Saison ein.
Das Vogelschießen und der Schlussball für den frisch gebackenen König waren der Höhepunkt eines rauschenden Altrheder
Schützenfestes. Trotz schlechten Wetters wurde ausgelassen gefeiert. „Mit den Umzügen haben wir Glück gehabt", sagte Präsident
Theo Hartmann. „Es fing immer erst an zu regnen, wenn wir wieder im Zelt waren."
Die Preise
Bevor Karl-Heinz Gierkink den Vogel entgültig herunterholte, wurden die Preise geschossen:
Rainer Tekampe schoss den Reichsapfel und den Kopf, Sven Stump erwischte das Zepter. Den rechten Flügel holte Hubert Ketteler herunter und Ingo Hartmann schoss den linken Flügel. Die Ehrenschüsse gaben der Vorjahreskönig Uwe Hebing, Pastor Arndt Thielen und Präsident Theo Hartmann ab. Ehrenpräsident Alois Benning schoss für Bürgermeister Lothar Mittag.
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Zudem bewährte sich gleich im ersten Jahr die neue Pflasterung vor dem Festzelt auf dem Platz am Voßkamp. Die hatten die
Johannes-Schützen im Frühjahr selbst verlegt. Auch am Samstag, als der Andrang besonders groß war, weichte der Untergrund nicht auf. Er hielt
den Massen stand.
„Die Stimmung war super", sagte der Präsident Theo Hartmann. „Das Zelt war zum Bersten voll, so voll habe ich das noch nie erlebt."
Auch das sonntägliche Konzert mit der Musikkapelle Burlo war gut besucht. Niemand ließ sich vom Regen abhalten.
Bericht vom 9. Juni 2009 aus dem BBV Ressort Rhede
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